Yukon Quest Trail Blog 14

Februar 25, 2008

Tja,
das war’s dann wohl….
Viel zu viele Geschichten sind wie immer nicht erzaehlt worden.
Lance Mackey, der die Trailbreaker ueberhohlte und ploetzlich keinen Trail mehr hatte.
Das interessante an der Geschichte sind die Regeln des Yukon Quest, die besagen, dass das Rennen einen markierten Trail garantiert.
Die Trailbreaker waren schon lange in Central, als nach starken Winden der Renndirektoren sie zurueck ueber Eagle Summit orderte um den Trail nochmals zu checken.
Wir hatten zwei Trailbreaker in Mile 101 die dies haetten machen koennen. Dies ist aber nicht das wichtigste. Waehrend die Regeln besagen, dass das YQ einen markierten Trail garantiert, ist ausdruecklich erwaehnt, dass ein verwehter Trail auf Grund von Wetterbedingungen vorkommen kann.
Die Trailbreaker haetten also nicht zurueck geordert werden sollen. Auf Grund dieser Entscheidung verloren sie knapp einen Tag und wurden so von Mackey im Yukoneis eingehohlt. Ehrlich gesagt habe ich danach an die Goetter gebetet, dass Mackey gewinnt. Haette er um eine halb Stunde gegen Anderson verloren, waere dies auf Grund eines Vertragsbruchs zwischen Quest und Mushern (markierter Trail) passiert. Ihr koennt euch das Drama wohl vorstellen….
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Viel weiteres ist passiert:
Kyla Boivin, die als ich sie filmte ploetzlich im Schnee kniete und sich fuer 3 Minuten uebergab weil sie eine Fleischvergiftung hatte…., nur um danach auch noch eine schwere Bronchitis zu bekommen….
Der Trailbreaker Eric Cosmutto, der den Stahlrahmen seiner Maschiene waehrend eines Sturzes von einer ein Meter hohen Eisscholle brach und sich danach mit 5 km/h nach Eagle schleppen musste….
Hugh Neff, der in Dawson zu lange durchfeierte und mit einem ungeheurem Kater wieder auf den Trail ging…. „Ich glaube, die frische Luft wird mir gut tun…)
Die Nuancen des Rennens zwischen Michelle Phillips und Dave Dalton in der Dave nach 800 gemeinsamen Kilometern mit seinen ueberlegenen Hunden die letzte Rast vor dem Ziel mit Michelle einfach auslies….
Die Stunden, in denen Julie Estey mit ungeheuren Schmerzen und Traenen auf Grund einer schweren Baenderzerrung neben ihren Hunden auf dem Eis des Yukon lag und ihren automatischen Notrufsender anstarrte bevor sie sich schlussendlich von ihren Hunden nach Slaven’s schleppen liess…..
Dan Kaduce, der Slaven’s Dogdrop verlies um Stunden spaeter heulend zurueckzukehrten weil einer seiner Hunde Blut erbrochen hatte. (Der Hund ist o.k…, er hatte ein offenes Magengeschwuer und wurde sofort aus dem Rennen genommen und behandelt.)
Mein Flug nach Scroggie Creek in einer einmotorigen Maschiene. Wir verfehlten zwei Raben die aus dem Nichts erschienen bei 180 km/h mit dem Propeller um Haaresbreite
…. und so viel mehr…
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Es ist schwierig auf dem Trail solches Sachen niederzuschreiben weil wenig Zeit bleibt.
Ich muss sagen, dass es auch mir Spass gemacht hat hier teilzunehmen, also Danke an alle Leser dieses Forums, die mir Antrieb gegeben haben und natuerlich auch an Ragnar,…. nicht nur fuer dieses Forum sondern auch fuer die hervoragenden Artikel, die er taeglich auf die deutsche YQ-Site gebracht hat.

Happy Trails,
und vielleicht bis zum naechsten Mal.
Peter

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Yukon Quest Trail Blog 7

Februar 16, 2008

Dawson City,
wo man immer noch Geld im Kasino verspielen kann….
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Das liebe YQ hat mir ein schoenes Zimmer in einem Hotel 4 km vom Checkpoint organisiert und bezahlt. (Haette lieber Internet in 101 gehabt). Was soll ich mit dem Zimmer…., ist ja lieb gemeint, aber meine Arbeit ist im Checkpoint.
Habe also brav meine Matte im Checkpoint ausgebreitet und sitze nun am Computer. Gegen 1:30 muss ich eh wach sein um den Start von Lance aus Dawson zu filmen. Es geht mir auf den Wecker, dass er jedes Jahr im Dunkeln abhaut.
Habe allerdings mit Lance Mackey’s Frau ueber’s warme Wetter geredet. Sie meinte, dass er gesagt hat: „Wenn ich weit frueher in Dawson angekommen waere haette ich wegen der Tageswaerme eh kurz nach der Weiterfahrt rasten muessen um die Hunde nicht zu ueberhitzen. Es war richtig, den Lauf nach Dawson so einzuteilen, dass ich zur kaeltesten Nachtzeit nach 36 Stunden wieder losfahre.“
Ken Anderson wird allerdings das gleiche tuen. Immerhin liegt er nur ca. 30 Minuten hinter Lance. Im Augenblick schneit es….., obwohl nicht viel Schnee in der Vorhersage ist wird Ken Anderson sich an Lance Mackey’s Trail haengen,… etwas, dass seine Hunde motivieren wird.
Meine groesste Frage ist nun, ob irgendjemand der ersten drei (Mackey, Anderson, Sass) Hunde vor dem erneuten Start abgeben werden.
Von Brent Sass weiss ich, dass seine neun Hunde wieder auf den Trail gehen werden. Von Ken Anderson und Lance Mackey weiss ich ueber den Zustand der Hunde nichts.
Es ist endlich mal mal wieder spannend.

Und uebrigens…., David Dalton ist mit seinen 13 Hunden nicht mehr zum Sieg faehig aber hat zumindest meiner Ansicht mit seinem gut aussehendem Team einen 10-stuendigen Spurt in sich. Er wartet auf den richtigen Augenblick um seinen ‚Move‘ zu machen.
Habe auch mit Brent Sass gesprochen. Wir kennen uns seit einigen Jahren. Er denkt immer noch mehr daran Ken Anderson zu schlagen als Phillips und Dalton abzuwehren.
Ich habe ihn freundschaftlich gewarnt, dass er in Hinsicht auf Plazierung mit neun Hunden lieber ueber die Schulter als nach vorne gucken sollten.
Bessere Teams als das seinige haben vor dem Unmoeglichem gestreikt. Ich hoffe, dass er seinen jugendlichen Leichtsinn mit Liebe zu seinen Hunden ueberkommt.
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Bis spaeter,
Peter